Reisebedingungen für Pauschalreisen der Firma Möller Reisen OHG

Sehr geehrte Kunden,
die nachfolgenden Bestimmungen werden, soweit wirksam vereinbart, Inhalt des zwischen Ihnen und der Firma Möller Reisen OHG nachstehend „MR“ abgekürzt, im Buchungsfall zustande kommenden
Reisevertrages. Sie ergänzen die gesetzlichen Vorschriften der §§ 651a - m BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und die Informationsvorschriften für Reiseveranstalter gemäß §§ 4 - 11 BGB-InfoV (Verordnung
über Informations- und Nachweispflichten nach bürgerlichem Recht) und füllen diese aus.
Bitte lesen Sie diese Reisebedingungen vor Ihrer Buchung sorgfältig durch!

1. Abschluss des Reisevertrages, Verpflichtungen des Kunden
1.1. Für alle Buchungswege gilt:
1.1.a) Grundlage des Angebots von „MR“ und der Buchung des Kunden sind die Beschreibung
des Pauschalangebots und die ergänzenden Informationen in der Buchungsgrundlage soweit diese
dem Kunden bei der Buchung vorliegen.
1.1. b) Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Buchung ab, so liegt ein neues Angebot
von „MR“ vor. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande,
wenn der Kunde die Annahme durch ausdrückliche Erklärung, Anzahlung oder Restzahlung oder
die Inanspruchnahme der Reiseleistungen erklärt.
1.2. Der Kunde haftet für alle vertraglichen Verpflichtungen von Mitreisenden, für die er die Buchung
vornimmt, wie für seine eigenen, soweit er eine entsprechende Verpflichtung durch ausdrückliche
und gesonderte Erklärung übernommen hat.
1.3. Für mündliche, telefonische, schriftliche, per E-Mail oder per Telefax übermittelte Buchungen
gilt:
1.3. a) Solche Buchungen (außer mündliche und telefonische) sollen mit dem Buchungsformular
von „MR“ erfolgen (bei E-Mails durch Übermittlung des ausgefüllten und unterzeichneten Buchungsformulars
als Anhang). Mit der Buchung bietet der Kunde „MR“ den Abschluss des Reisevertrages
verbindlich an. An die Buchung ist der Kunde 7 Tage gebunden.
1.3 b) Der Vertrag kommt mit dem Zugang der Buchungsbestätigung von „MR“ beim Kunden zustande.
Sie bedarf keiner bestimmten Form. Bei oder unverzüglich nach Vertragsschluss wird
„MR“ dem Kunden eine schriftliche Reisebestätigung übermitteln. Hierzu ist „MR“ nicht verpflichtet,
wenn die Buchung durch den Kunden weniger als 7 Werktage vor Reisebeginn erfolgt.
1.4. Bei Buchungen im elektronischen Geschäftsverkehr gilt für den Vertragsabschluss:
1.4. a) Dem Kunden wird der Ablauf der Onlinebuchung im entsprechenden Internetauftritt von
„MR“ erläutert.
1.4. b) Dem Kunden steht zur Korrektur seiner Eingaben, zur Löschung oder zum Zurücksetzen
des gesamten Onlinebuchungsformulars eine entsprechende Korrekturmöglichkeit zur Verfügung,
deren Nutzung erläutert wird. Die zur Durchführung der Onlinebuchung angebotenen Vertragssprachen
sind angegeben.
1.4. c) Mit Betätigung des Buttons (der Schaltfläche) „zahlungspflichtig buchen“ bietet der Kunde
„MR“ den Abschluss des Reisevertrages verbindlich an. An dieses Vertragsangebot ist der Kunde
4 Tage ab Absendung der elektronischen Erklärung gebunden.
1.4. d) Dem Kunden wird der Eingang seiner Buchung unverzüglich auf elektronischem Weg bestätigt.
1.4. e) Die Übermittlung der Buchung durch Betätigung des Buttons „zahlungspflichtig buchen“
begründet keinen Anspruch des Kunden auf das Zustandekommen eines Reisevertrages entsprechend
seiner Buchungsangaben. „MR“ ist vielmehr frei in der Entscheidung, das Vertragsangebot
des Kunden anzunehmen oder nicht.
1.4. f) Der Vertrag kommt durch den Zugang der Reisebestätigung von „MR“ beim Kunden zu
Stande.
1.4. g) Erfolgt die Reisebestätigung sofort nach Vornahme der Buchung des Kunden durch Betätigung
des Buttons „zahlungspflichtig buchen“ durch entsprechende unmittelbare Darstellung der
Reisebestätigung am Bildschirm, so kommt der Reisevertrag mit Zugang und Darstellung dieser
Reisebestätigung beim Kunden am Bildschirm zu Stande, ohne dass es einer Zwischenmitteilung
über den Eingang seiner Buchung nach f) bedarf. In diesem Fall wird dem Kunden die Möglichkeit
zur Speicherung und zum Ausdruck der Reisebestätigung angeboten. Die Verbindlichkeit des Reisevertrages
ist jedoch nicht davon abhängig, dass der Kunde diese Möglichkeiten zur Speicherung
oder zum Ausdruck tatsächlich nutzt. „MR“ wird dem Kunden zusätzlich eine Ausfertigung
der Reisebestätigung per E-Mail, E-Mail-Anhang, Post oder Fax übermitteln.
1.5. „MR“ weist darauf hin, dass nach den gesetzlichen Vorschriften (§§ 312 Abs. 2 Ziff. 4, 312g
Abs. 2 Satz 1 Ziff. 9 BGB) bei Verträgen über Reiseleistungen nach § 651a BGB (Pauschalreiseverträge),
die im Fernabsatz (Briefe, Kataloge, Telefonanrufe, Telekopien, E-Mails, über Mobilfunkdienst
versendete Nachrichten (SMS) sowie Rundfunk und Telemedien) abgeschlossen wurden,
kein Widerrufsrecht besteht sondern lediglich die gesetzlichen Rücktritts- und Kündigungsrechte,
insbesondere das Rücktrittsrecht gemäß § 651i BGB (siehe hierzu auch Ziff. 4). Ein Widerrufsrecht
besteht jedoch, wenn der Vertrag über Reiseleistungen nach § 651a außerhalb von Geschäftsräumen
geschlossen worden ist, es sei denn, die mündlichen Verhandlungen, auf denen der Vertragsschluss
beruht, sind auf vorhergehende Bestellung des Verbrauchers geführt worden; im
letztgenannten Fall besteht ein Widerrufsrecht ebenfalls nicht. Der vorstehende Hinweis gilt
auch, soweit mit „MR“ Unterkunftsleistungen (z.B. Hotelzimmer) oder Flugleistungen abgeschlossen
werden bei denen „MR“ nicht Vermittler, sondern unmittelbarer Vertragspartner des
Kunden/Reisenden ist.

2. Bezahlung
2.1. Nach Vertragsabschluss und nach Aushändigung des Sicherungsscheines gemäß § 651k BGB
wird eine Anzahlung in Höhe von 15 % des Reisepreises zur Zahlung fällig. Die Restzahlung wird
14 Tage vor Reisebeginn zur Zahlung fällig, sofern der Sicherungsschein übergeben ist und die
Reise nicht mehr aus dem in Ziffer 6 genannten Grund abgesagt werden kann.
2.2. Dauert die Reise nicht länger als 24 Stunden, schließt sie keine Übernachtung ein und übersteigt
der Reisepreis pro Kunden € 75,- nicht, so werden Anzahlung und Restzahlung mit Vertragsschluss
ohne Aushändigung eines Sicherungsscheines zahlungsfällig.
2.3. Leistet der Kunde die Anzahlung und/oder die Restzahlung nicht entsprechend den vereinbarten
Zahlungsfälligkeiten, obwohl „MR“ zur ordnungsgemäßen Erbringung der vertraglichen
Leistungen bereit und in der Lage ist und kein gesetzliches oder vertragliches Zurückbehaltungsrecht
des Kunden besteht, so ist „MR“ berechtigt, nach Mahnung mit Fristsetzung vom Reisevertrag
zurückzutreten und den Kunden mit Rücktrittskosten gemäß Ziffer 4 zu belasten.

3. Preiserhöhung
3.1. „MR“ behält sich vor, den im Reisevertrag vereinbarten Preis im Falle der Erhöhung der Beförderungskosten
oder der Abgaben für bestimmte Leistungen wie Hafen- oder Flughafengebühren
oder einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse entsprechend
den nachfolgenden Bestimmungen zu ändern:
3.2. Eine Erhöhung des Reisepreises ist nur zulässig, sofern zwischen Vertragsabschluss und dem
vereinbarten Reisetermin mehr als 4 Monate liegen und die zur Erhöhung führenden Umstände
vor Vertragsabschluss noch nicht eingetreten und bei Vertragsabschluss für „MR“ nicht vorhersehbar
waren.
3.3. Erhöhen sich die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Beförderungskosten, insbesondere
die Treibstoffkosten, so kann „MR“ den Reisepreis nach Maßgabe der nachfolgenden Berechnung
erhöhen:
3.3. a) Bei einer auf den Sitzplatz bezogenen Erhöhung kann “MR“ vom Kunden den Erhöhungsbetrag
verlangen.
3.3. b) Anderenfalls werden die vom Beförderungsunternehmen pro Beförderungsmittel geforderten,
zusätzlichen Beförderungskosten durch die Zahl der Sitzplätze des vereinbarten Beförderungsmittels
geteilt. Den sich so ergebenden Erhöhungsbetrag für den Einzelplatz kann „MR“
vom Kunden verlangen.
3.4. Werden die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Abgaben wie Hafen- oder Flughafengebühren
gegenüber „MR“ erhöht, so kann der Reisepreis um den entsprechenden, anteiligen
Betrag heraufgesetzt werden.
3.5. Bei einer Änderung der Wechselkurse nach Abschluss des Reisevertrages kann der Reisepreis
in dem Umfange erhöht werden, in dem sich die Reise dadurch für „MR“ verteuert hat.
3.6. Im Falle einer nachträglichen Änderung des Reisepreises hat „MR“ den Kunden unverzüglich
nach Kenntnis von dem Änderungsgrund zu informieren. Preiserhöhungen sind nur bis zum 21.
Tag vor Reisebeginn eingehend beim Kunden zulässig. Bei Preiserhöhungen von mehr als 5 % ist
der Kunde berechtigt, ohne Gebühren vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an
einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn „MR“ in der Lage ist, eine solche Reise
ohne Mehrpreis für den Kunden aus ihrem Angebot anzubieten. Der Kunde hat die zuvor genannten
Rechte unverzüglich nach der Mitteilung von „MR“ über die Preiserhöhung gegenüber
„MR“ geltend zu machen.

4. Rücktritt durch den Kunden vor Reisebeginn/Stornokosten
4.1. Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten.
Der Rücktritt ist gegenüber „MR“ unter der nachfolgend angegebenen Anschrift zu erklären. Falls
die Reise über einen Reisevermittler gebucht wurde, kann der Rücktritt auch diesem gegenüber
erklärt werden. Dem Kunden wird empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu erklären.
4.2. Tritt der Kunde vor Reisebeginn zurück oder tritt er die Reise nicht an, so verliert „MR“ den
Anspruch auf den Reisepreis. Stattdessen kann „MR“, soweit der Rücktritt nicht von ihr zu vertreten
ist oder ein Fall höherer Gewalt vorliegt, eine angemessene Entschädigung für die bis zum
Rücktritt getroffenen Reisevorkehrungen und ihre Aufwendungen in Abhängigkeit von dem jeweiligen
Reisepreis verlangen.
4.3. „MR“ hat diesen Entschädigungsanspruch zeitlich gestaffelt, d. h. unter Berücksichtigung der
Nähe des Zeitpunktes des Rücktritts zum vertraglich vereinbarten Reisebeginn in einem prozentualen
Verhältnis zum Reisepreis pauschaliert und bei der Berechnung der Entschädigung gewöhnlich
ersparte Aufwendungen und gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendungen der
Reiseleistungen berücksichtigt. Die Entschädigung wird nach dem Zeitpunkt des Zugangs der
Rücktrittserklärung des Kunden wie folgt berechnet:
Busreisen
Bis 30 Tage vor Reiseantritt 15%
Vom 29. bis 22.Tag vor Reiseantritt 30%
Vom 21. bis 15.Tag vor Reiseantritt 50%
Vom 14. bis 7. Tag vor Reiseantritt 60%
Vom 06. bis 3. Tag vor Reiseantritt 80%
Ab 2. Tag bis Reiseantritt 90%
100% Stornokosten für Tagesfahrten, sowie Eintrittskarten und Fahrkarten jeglicher Art im Falle
einer Stornierung ab dem Tag der Buchung.
Flugreisen
Es gelten die Reisebedingungen des durchführenden Reiseveranstalters.
See- und Flusskreuzfahrten
Es gelten die Reisebedingungen der durchführenden Reederei.
Weihnachts- und Silvesterreisen
Für die jeweiligen Weihnachts- und Silvesterreisen gelten gesonderte Stornobedingungen, die
dem Kunden vor der Reiseanmeldung ausgehändigt werden.
4.4. Dem Kunden bleibt es in jedem Fall unbenommen, „MR“ nachzuweisen, dass diesem überhaupt
kein oder ein wesentlich niedrigerer Schaden entstanden ist, als die von ihr geforderte
Pauschale.
4.5. „MR“ behält sich vor, anstelle der vorstehenden Pauschalen eine höhere, konkrete Entschädigung
zu fordern, soweit „MR“ nachweist, dass „MR“ wesentlich höhere Aufwendungen als die
jeweils anwendbare Pauschale entstanden sind. In diesem Fall ist „MR“ verpflichtet, die geforderte
Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen und einer etwaigen anderweitigen
Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern und zu belegen.
4.6. Das gesetzliche Recht des Kunden, gemäß § 651 b BGB einen Ersatzteilnehmer zu stellen,
bleibt durch die vorstehenden Bedingungen unberührt.
4.7. Dem Kunden wird der Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung sowie einer Versicherung
zur Deckung der Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit dringend empfohlen.

5. Umbuchungen
5.1. Ein Anspruch des Kunden nach Vertragsabschluss auf Änderungen hinsichtlich des Reisetermins,
des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft, der Beförderungsart oder des
Zustieg- oder Ausstiegsorts bei Busreisen (Umbuchung) besteht nicht. Ist eine Umbuchung möglich
und wird auf Wunsch des Kunden dennoch vorgenommen, kann „MR“ bis zu dem bei den
Rücktrittskosten genannten Zeitpunkt der zweiten Stornierungsstufe ein Umbuchungsentgelt von
€ 25,- pro vom Kunden pro von der Umbuchung betroffenen Reisenden erheben.
5.2. Umbuchungswünsche des Kunden, die nach Ablauf der Fristen erfolgen, können, sofern ihre
Durchführung überhaupt möglich ist, nur nach Rücktritt vom Reisevertrag gemäß Ziffer 4.2 bis
4.5 zu den dort festgelegten Bedingungen und gleichzeitiger Neuanmeldung durchgeführt werden.
Dies gilt nicht bei Umbuchungswünschen, die nur geringfügige Kosten verursachen.

6. Rücktritt von „MR“ wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl
6.1. „MR“ kann bei Nichterreichen einer Mindestteilnehmerzahl nach Maßgabe folgender Regelungen
zurücktreten:
6.1. a) Die Mindestteilnehmerzahl und der späteste Zeitpunkt des Rücktritts durch „MR“ müssen
in der konkreten Reiseausschreibung oder, bei einheitlichen Regelungen für alle Reisen oder bestimmte
Arten von Reisen, in einem allgemeinen Kataloghinweis oder einer allgemeinen Leistungsbeschreibung
angegeben sein.
6.1. b) „MR“ hat die Mindestteilnehmerzahl und die späteste Rücktrittsfrist in der Reisebestätigung
anzugeben oder dort auf die entsprechenden Prospektangaben zu verweisen.
6.1. c) „MR“ ist verpflichtet, dem Reisenden gegenüber die Absage der Reise unverzüglich zu erklären,
wenn feststeht, dass die Reise wegen Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl nicht
durchgeführt wird.
6.1. d) Ein Rücktritt von „MR“ später als 14 Tage vor Reisebeginn ist unzulässig.
6.2. Der Kunde kann bei einer Absage die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen
Reise verlangen, wenn „MR“ in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden
aus ihrem Angebot anzubieten. Der Kunde hat dieses Recht unverzüglich nach der Erklärung über
die Absage der Reise durch “MR“ dieser gegenüber geltend zu machen.
6.3. Wird die Reise aus diesem Grund nicht durchgeführt, erhält der Kunde auf den Reisepreis geleistete
Zahlungen unverzüglich zurück.

7. Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen
7.1. „MR“ kann den Reisevertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn der Kunde ungeachtet
einer Abmahnung von „MR“ nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maß vertragswidrig
verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist.
7.2. Kündigt „MR“, so behält sie den Anspruch auf den Reisepreis; sie muss sich jedoch den Wert
der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die sie aus einer anderweitigen
Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung erlangt, einschließlich der
ihr von den Leistungsträgern gutgebrachten Beträge.

8. Obliegenheiten des Kunden/Reisenden
8.1. Die sich aus § 651 d Abs. 2 BGB ergebende Verpflichtung zur Mängelanzeige ist bei Reisen
mit „MR“ wie folgt konkretisiert:
8.1. a) Der Reisende ist verpflichtet, auftretende Mängel unverzüglich der örtlichen Vertretung
von „MR“ (Reiseleitung, Agentur) anzuzeigen und Abhilfe zu verlangen.
8.1. b) Über die Person, die Erreichbarkeit und die Kommunikationsdaten der Vertretung von
„MR“ wird der Reisende spätestens mit Übersendung der Reiseunterlagen informiert.
8.1. c) Ist nach den vertraglichen Vereinbarungen eine örtliche Vertretung oder Reiseleitung nicht
geschuldet, so ist der Reisende verpflichtet, Mängel unverzüglich direkt gegenüber „MR“ unter
der nachstehend angegebenen Anschrift anzuzeigen.
8.1. d) Ansprüche des Reisenden entfallen nur dann nicht, wenn die dem Reisenden obliegende
Rüge unverschuldet unterbleibt.
8.2. Reiseleiter, Agenturen und Mitarbeiter von Leistungsträgern sind nicht
befugt und von „MR“ nicht bevollmächtigt, Mängel zu bestätigen oder Ansprüche gegen „MR“
anzuerkennen.
8.3. Wird die Reise infolge eines Reisemangels erheblich beeinträchtigt, so kann der Kunde/Reisende
den Vertrag kündigen. Dasselbe gilt, wenn ihm die Reise infolge eines solchen Mangels aus wichtigem,
„MR“ erkennbarem Grund nicht zuzumuten ist. Die Kündigung ist erst zulässig, wenn „MR“
oder, soweit vorhanden und vertraglich als Ansprechpartner vereinbart, ihre Beauftragten (Reiseleitung,
Agentur), eine ihnen vom Kunden/Reisenden bestimmte angemessene Frist haben verstreichen
lassen, ohne Abhilfe zu leisten. Der Bestimmung einer Frist bedarf es nicht, wenn die Abhilfe
unmöglich ist oder von „MR“ oder ihren Beauftragten verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung
des Vertrages durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt wird.
8.4. Bei Gepäckverlust, -beschädigung und -verspätung sind Schäden oder Zustellungsverzögerungen
bei Flugreisen vom Reisenden unverzüglich an Ort und Stelle mittels Schadensanzeige der
zuständigen Fluggesellschaft anzuzeigen. Fluggesellschaften können die Erstattungen ablehnen,
wenn die Schadensanzeige nicht ausgefüllt worden ist. Die Schadensanzeige ist bei Gepäckverlust
und Gepäckbeschädigung binnen 7 Tagen, bei Verspätung innerhalb 21 Tagen nach Aushändigung,
zu erstatten. Im Übrigen ist der Verlust, die Beschädigung oder die Fehlleitung von Reisegepäck
der von “MR“ angegebenen Stelle (siehe oben Ziffer 8.1b) und c)) anzuzeigen.
8.5. Der Kunde hat „MR“ zu informieren, wenn er die erforderlichen Reiseunterlagen (z.B. Flugschein,
Hotelgutscheine) innerhalb der ihm von „MR“ mitgeteilten Frist nicht oder nicht vollständig
erhält.

9. Beschränkung der Haftung
9.1. Die vertragliche Haftung von „MR“ für Schäden, die nicht aus der Verletzung des Lebens, des
Körpers oder der Gesundheit resultieren, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt:
9.1. a) soweit ein Schaden des Kunden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird
oder
9.1. b) soweit „MR“ für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens
eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche nach dem Montrealer Übereinkommen bzw.
dem Luftverkehrsgesetz bleiben von dieser Haftungsbeschränkung unberührt.
9.2. „MR“ haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im Zusammenhang
mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Ausflüge, Sportveranstaltungen,
Theaterbesuche, Ausstellungen, Beförderungsleistungen von und zum ausgeschriebenen
Ausgangs- und Zielort), wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung und der Reisebestätigung
ausdrücklich und unter Angabe des vermittelten Vertragspartners als
Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet werden, dass sie für den Kunden/Reisenden erkennbar
nicht Bestandteil der Reiseleistungen von „MR“ sind. “MR“ haftet jedoch für Leistungen,
welche die Beförderung des Kunden/Reisenden vom ausgeschriebenen Ausgangsort der Reise
zum ausgeschriebenen Zielort, Zwischenbeförderungen während der Reise und die Unterbringung
während der Reise beinhalten, und/oder wenn und insoweit für einen Schaden des Kunden/
Reisenden die Verletzung von Hinweis-, Aufklärungs- oder Organisationspflichten von „MR“
ursächlich geworden ist. Eine etwaige Haftung von „MR“ aus der Verletzung von Vermittlerpflichten
bleibt durch die vorstehenden Bestimmungen unberührt.

10. Geltendmachung von Ansprüchen, Adressat, Ausschlussfristen,
Information über Verbraucherstreitbeilegung
10.1. Ansprüche nach den §§651c bis f BGB hat der Kunde/Reisende innerhalb eines Monats
nach dem vertraglich vorgesehenen Zeitpunkt der Beendigung der Reise geltend zu machen. Die
Frist beginnt mit dem Tag, der dem Tag des vertraglichen Reiseendes folgt. Fällt der letzte Tag der
Frist auf einen Sonntag, einen am Erklärungsort staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag oder
einen Sonnabend, so tritt an die Stelle eines solchen Tages der nächste Werktag.
10.2. Die Geltendmachung kann fristwahrend nur gegenüber „MR“ unter der nachfolgend angegebenen
Anschrift erfolgen. Nach Ablauf der Frist kann der Kunde Ansprüche nur geltend machen,
wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist.
10.3. Die Frist nach Ziff. 10.1 gilt auch für die Anmeldung von Gepäckschäden oder Zustellungsverzögerungen
beim Gepäck im Zusammenhang mit Flügen gemäß Ziffer 8.4., wenn Gewährleistungsrechte
aus den §§ 651 c Abs. 3, 651 d, 651 e Abs. 3 und 4 BGB geltend gemacht werden. Ein
Schadensersatzanspruch wegen Gepäckbeschädigung ist binnen 7 Tagen, ein Schadensersatzanspruch
wegen Gepäckverspätung binnen 21 Tagen nach Aushändigung geltend zu machen.
10.4. „MR“ weist im Hinblick auf das Gesetz über Verbraucherstreitbeilegung darauf hin, dass bei
Drucklegung dieser Reisebedingungen dieses Gesetz noch nicht verabschiedet und in Kraft getreten
war. „MR“ nimmt nicht an einer freiwilligen Verbraucherstreitbeilegung teil. Sofern eine Verbraucherstreitbeilegung
nach Drucklegung dieser Reisebedingungen für „MR“ verpflichtend würde,
informiert „MR“ die Verbraucher hierüber in geeigneter Form.
„MR“ weist für alle Reiseverträge, die nach Ziffer 1.4 im elektronischen Rechtsverkehr geschlossen
wurden, ab dem 15.02.2016 auf die europäische Online-Streitbeilegungs-Plattform http://
ec.europa.eu/consumers/odr hin.

11. Verjährung
11.1. Ansprüche des Kunden/Reisenden nach den §§ 651c bis f BGB aus der Verletzung des Lebens,
des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung
von „MR“ oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen von „MR“ beruhen,
verjähren in zwei Jahren. Dies gilt auch für Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf
einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung von „MR“ oder eines gesetzlichen
Vertreters oder Erfüllungsgehilfen von „MR“ beruhen.
11.2. Alle übrigen Ansprüche nach den §§ 651c bis f BGB verjähren in einem Jahr.
11.3. Die Verjährung nach Ziffer 11.1 und 11.2 beginnt mit dem Tag, der dem Tag des vertraglichen
Reiseendes folgt. Fällt der letzte Tag der Frist auf einen Sonntag, einen am Erklärungsort
staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag oder einen Sonnabend, so tritt an die Stelle eines solchen
Tages der nächste Werktag.
11.4. Schweben zwischen dem Kunden/Reisenden und „MR“ Verhandlungen über den Anspruch
oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Kunde/
Reisende oder „MR“ die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens
drei Monate nach dem Ende der Hemmung ein.

12. Informationspflichten über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens
12.1. „MR“ informiert den Kunden bei Buchung entsprechend der EU-Verordnung zur Unterrichtung
von Fluggästen über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens vor oder spätestens
bei der Buchung über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft(en) bezüglich
sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen.
12.2. Steht/stehen bei der Buchung die ausführende Fluggesellschaft(en) noch nicht fest, so ist
„MR“ verpflichtet, dem Kunden die Fluggesellschaft bzw. die Fluggesellschaften zu nennen, die
wahrscheinlich den Flug durchführen wird bzw. werden. Sobald „MR“ weiß, welche Fluggesellschaft
den Flug durchführt, wird „MR“ den Kunden informieren.
12.3. Wechselt die dem Kunden als ausführende Fluggesellschaft genannte Fluggesellschaft, wird
„MR“ den Kunden unverzüglich und so rasch dies mit angemessenen Mitteln möglich ist, über
den Wechsel informieren.
12.4. Die entsprechend der EG-Verordnung erstellte „Black List“ (Fluggesellschaften, denen die
Nutzung des Luftraumes über den Mitgliedstaaten untersagt ist.), ist auf den Internet-Seiten von
„MR“ oder direkt über http://ec.europa.eu/transport/modes/air/safety/air-ban/index_de.htm
abrufbar und in den Geschäftsräumen von „MR“ einzusehen.

13. Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften
13.1. „MR“ wird Staatsangehörige eines Staates der Europäischen Union, in dem die Reise angeboten
wird, über Bestimmungen von Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften vor Vertragsabschluss
sowie über deren evtl. Ände-rungen vor Reiseantritt unterrichten. Für Angehörige anderer
Staaten gibt das zuständige Konsulat Auskunft. Dabei wird davon ausgegangen, dass keine
Besonderheiten in der Person des Reisenden und eventueller Mitreisender (z.B. Doppelstaatsangehörigkeit,
Staatenlosigkeit) vorliegen.
13.2. Der Kunde ist verantwortlich für das Beschaffen und Mitführen der behördlich notwendigen
Reisedokumente, eventuell erforderliche Impfungen sowie das Einhalten von Zoll- und Devisenvorschriften.
Nachteile, die aus der Nichtbeachtung dieser Vorschriften erwachsen, z. B. die
Zahlung von Rücktrittskosten, gehen zu seinen Lasten. Dies gilt nicht, wenn „MR“ nicht, unzureichend
oder falsch informiert hat.
13.3. „MR“ haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die
jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Kunde ihn mit der Besorgung beauftragt hat, es sei
denn, dass „MR“ eigene Pflichten schuldhaft verletzt hat.

14. Rechtswahl- und Gerichtsstandsvereinbarung
14.1. Für Kunden/Reisende, die nicht Angehörige eines Mitgliedstaats der Europäischen Union
oder Schweizer Staatsbürger sind, wird für das gesamte Rechts- und Vertragsverhältnis zwischen
dem Kunden/Reisenden und „MR“ die ausschließliche Geltung des deutschen Rechts vereinbart.
Solche Kunden/Reisende können „MR“ ausschließlich an deren Sitz verklagen.
14.2. Für Klagen von „MR“ gegen Kunden bzw. Vertragspartner des Reisevertrages, die Kaufleute,
juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts oder Personen sind, die ihren Wohnsitz
oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland haben oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher
Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz
von „MR“ vereinbart.
© Diese Reisebedingungen sind urheberrechtlich geschützt; Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer
e. V. und Noll & Hütten Rechtsanwälte, Stuttgart | München, 2016
Reiseveranstalter ist:
Möller Reisen OHG
Inhaber: Heike Körkemeyer, Ralf Möller
HRA 1254 / Amtsgericht Oldenburg in Holstein
Am Markt 4
23730 Neustadt in Holstein
Telefon: 04561-55999-0
Telefax: 04561-55999-29
E-Mail: info@moeller-reisen.de
Stand dieser Fassung: Oktober 2016